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Iris Sputh

Präpariertes Piano

cembalo

Taner Akyol

Laila El-Jarad

Songül

Kult Ko 06

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KulturellesBildende Kunst

Ich mag modernen Tanz und modernes Ballett, zeitgenössische Musik, Alte Musik, Musik aus dem arabo-andalusischem Raum und keltische Musik. Bei der Zeitgenössischen oder Neuen Musik haben sich in den letzten Jahren natürlich gewisse Vorlieben herausgebildet.

Seit 1996 besuche ich regelmäßig die einzige wöchentliche Veranstaltungsreihe für Neue und Zeitgenössische Musik in Deutschland, die Reihe “Unerhörte Musik” in Berlin (jeden Dienstag 20:30). Diese Reihe wird im *BKA* organisiert von den Komponisten Rainer Rubbert und Martin Daske. Hier werden auch die meisten Kompositionsaufträge des Berliner Senats uraufgeführt.
Dabei haben sich einige Komponisten und ihre Arbeiten eingeprägt, weil ihr Stil meinen Hörgewohnheiten entspricht. Das betrifft in besonderem Maße die “Klassiker” Isang Yun, Toshio Hosokawa und John Cage.

Vor einiger Zeit hatte ich “B.A.Zimmerman” für mich wiederentdeckt. Inzwischen gilt mein Interesse vermehrt den ganz aktuellen Kompositionen, zumal die Tabuisierung des Schönen immer mehr seine Wirkung verliert. Dadurch kommen aber auch vermehrt konventionelle, glatte und “l(s)eichte” Werke zur Aufführung.
Besonders hinweisen möchte ich auf einige Komponisten, deren Werke ich für mich immer positiv bewertet habe. Dies sind:

Max E. Keller aus Winterthur, Helmut Zapf aus Zepernick,

Susanne Stelzenbach und Ralf Hoyer aus Berlin

Georg Katzer, Peter Köszeghy und Sidney Corbett aus Berlin,

Il-Ryun Chung aus Berlin und Soo-Jung Shin, die nach dem Ende ihres daad-Stipendiums noch einige Zeit in Berlin blieb, und noch zwei Koreanerinnen Jin-Ah Ahn und Eun-Hwa  Cho.

und eine Nachwuchs-Komponistin und Pianistin, die sich nicht an die selbstgesetzten Grenzen der Neuen Musik hält, die aus allen ihr zur Verfügung stehenden Stilen schöpft und für mich immer hörenswert ist - die junge Türkin Sinem Altan, die mit einem Stipendium des türkischen Staates in Berlin studierte und jetzt ihre Studium in Freiburg bei Cornelius Schwehr fortsetzt.
Zu hören war sie auch bei der “Klangwerkstatt Berlin” am 8. Nov. 2003. Ihre Arbeit hat mich damals so überzeugt, dass ich ihr eine gesonderte Seite eingerichtet habe.

Eine weitere junge Komponistin ist mir in den letzten Jahren angenehm aufgefallen. Sie hat immer überzeugende Arbeiten geliefert. Es ist Marianne Richter, die mit diesem Stück (“2, 1 und 3” für Querflöte, Harfe und Schlagzeug) im Oktober 2003 einen 1. Preis bei Jugend komponiert errang. Besonders ihr immer sinnvoller, aber sparsamer Einsatz von Effekten, die sich dadurch nicht abnutzen, (zum Beispiel das Streichen der Harfensaiten mit einer Zimbel) ist sehr gekonnt - und könnte ein Vorbild für einige ältere und “etablierte” Komponisten sein. Auch 2005 lieferte sie wieder eine sehr überzeugende Arbeit ab (gehört bei der Matinee der Intersonanzen in Potsdam). 2006 gewann sie den Schülerkompositionspreis der Berliner Philharmoniker. (UA am 21.12.2006)

Es hat mich in den letzten Jahren gefreut, den Werdegang dieser beiden Nachwuchs- Komponistinnen zu verfolgen und ihre Fortschritte zu erleben; und ich bin gespannt und freue mich auf das was noch kommt.

Als Komponistin, Performerin und Interpretin, besonders der Werke Scelsis, schätze ich die in Berlin lebende Natalia Pschenitschnikowa
Sie kam Anfang der 90er Jahre von Moskau nach Berlin, so wie auch die Pianistin, Komponistin und Musiklehrerin Katia Tchemberdji und der Komponist Sergej Newski. Alle komponieren zwar sehr unterschiedlich, haben mich aber noch nie unangenehm überrascht oder gar enttäuscht.

Eine sehr interessante Reihe für Freunde zeitgenössischer Musik findet an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” statt. In jedem Sommersemester veranstaltet Prof. Dr. Mathias Hansen die Vorlesungsreihe “Komponieren zur Zeit”. Zeitgenössische Komponisten stellen Ihre eigenen Werke vor. Die Vorlesung ist für alle Interessierten zugänglich und findet während des Sommersemesters jeden Donnerstag um 18.00 Uhr Im Raum 151 in der Charlottenstraße 54 statt.

Im Wintersemester findet zur gleichen Zeit am gleichen Ort eine von Prof. Dr. Hartmut Grimm organisierte Ringvorlesung statt - in diesem Semester zum Thema “späte Werke - spätwerke?

Die Festivals für Neue Musik “Ultraschall” und “Märzmusik” sind allgemein bekannt und werden auch in den Medien ausreichend beworben. Kleinere Festivals halte ich für ebenso wichtig, besonders für Berlin-Brandenburg. Dies sind die “Zepernicker Randspiele”, die “Klangwerkstatt Berlin” der Musikschule Kreuzberg-Friedrichshain und die “Neuköllner Originaltöne” der Musikschule Paul Hindemith

Von 2005 - 2008 wurde von der Klangwerkstatt eine Werkstatt Neues Musik Theater im Saalbau Neukölln veranstaltet. Sinem Altan, Georg Katzer, Michael Hirsch (2005) und Juliane Klein (2006) zeigten bisher überzeugende Werke - von fast volkstümlich bis abstrakt.

In Hellersdorf, im Ausstellungszentrum Pyramide des Bezirksamtes hat sich inzwischen die PYRAMIDALE etabliert. Sie wird von Susanne Stelzenbach und Ralf Hoyer organisiert und ist immer mit einer Ausstellung verknüpft. Durch den Raum ergeben sich interresante Möglichkeiten, die auch von vielen Komponisten genutzt werden. 

Und von Berlin aus gut zu erreichen, in Potsdam im Alten Rathaus, veranstaltet der Brandenburgische Verein Neue Musik e.V. sein jährliches Festival, die Intersonanzen. In einigen Fällen werden die gleichen Stücke wie bei der Klangwerkstatt geboten. Dies ermöglicht ein mehrfaches Hören in unterschiedlichen Räumen, was die Stücke besser verständlich macht, mit ein Grund, beide Festivals zu besuchen. 

* BKA steht für “Berliner Kabarett Anstalt”

Seit einiger Zeit ist auch in Düsseldorf durch den Verein Musik 21 etwas mehr Leben in die Neue-Musik-Szene gekommen. Mit Sidney Corbett, Peter Gahn und Erik Janson gehörten drei von mir geschätzte Komponisten zu den Gründungsmitgliedern - und auch die Akkordionistin Eva Zöllner.

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Bildende Kunst 

Auch bei der Bildenden Kunst kann ich mit modernen und abstrakten Arbeiten mehr anfangen als mit gegenständlichen oder romantischen. Bei den Klassikern der Moderne gefallen mir Franz Marc und Karl Schmidt-Rottluff, auch de Chirico und Marc Chagall, unter den neueren Malern David Hockney und Gerhard Richter.

Drei Berliner möchte ich noch erwähnen, deren Werke ich besonders schätze:
Johannes-Bringfried Pösger, Ingeborg Heerwagen und Ebrahim Ehrari.

Von den Realistischen Malern schätze ich besonders Matthias Koeppel und Riccardo Adelchi Mantovani, die beide sehr realistisch malen - Koeppel mehr karikierende und Mantovani eher fantastische, imaginäre Ansichten darstellend

Bei der Vorstellung der Stipendiaten 2004 der Karl-Hofer-Gesellschaft ist mir eine Malerin besonders aufgefallen, Claudia Chaseling. Ihre Art, Bilder aus Linien aufzubauen, fand ich überzeugend. Alles, was ich bisher von ihr gesehen habe, gefällt mir gut.

 

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Essen + Trinken

Zur Kultur gehört auch gutes Essen und Trinken - und so hatte ich auf mein Lieblingslokal verwiesen, auf die Trattoria da Pino in Berlin-Steglitz. Es war eines der wenigen italienischen Restaurants in Berlin, das von einem echten Italiener betrieben wurde. Die Küche war kräftig wie in Latium üblich, nicht zu fett und hob sich nach meinem Geschmack wohltuend von der doch etwas zu verfeinerten Küche der Toscana ab. 2005 musste Pino Modica sein Lokal aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Eine gute Ausweichmöglichkeit ist die Pizzeria da Roma in der Pfalzburger Straße 24.
 

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Bilderklärung

Bilderklärung
Iris Sputh (Tänzerin) bei der Pyramidale 2003
2 ein Flügel, präpariert von Susanne Stelzenbach
3 ein Cembalo aus dem Orgel-Art-Museum in Windesheim (
www.orgel-art-museum.de)
Taner Akyol (Komponist und Virtuose) mit einer Baglama (Langhalslaute)
5 Laila El-Jarad,
Orientalische Tänzerin aus Berlin
6 Songül,
Orientalische Tänzerin aus Berlin
7 eine keltische Harfe (ein Geschenk meiner Frau, 1977 gebaut von Peter Myke)
 

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